„Kannst Du mir eine Website machen? Ich kann Dir zwei Dateien geben.“ das war kürzlich die Frage eines Bekannten.
Für mich gab es dabei gleich zwei Überraschungen und eine Frage:
Braucht mich die Welt zum Erstellen von Webseiten überhaupt noch?
Erste Überraschung: Die Seite ist responsiv
Eine Website wie früher, mit statischen HTML-Seiten? Das habe ich gar nicht in Betracht gezogen und nur an eine Umsetzung in mein vertrautes WordPress mit Divi gedacht. Also: Doppelklick auf die HTML-Datei, auf dem zweiten Bildschirm als Vorlage geöffnet und begonnen, die Inhalte der HTML-Datei nachzubauen.
Erst als ich zu etwa 70 Prozent fertig war, musste ich das Browserfenster auf dem Nebenmonitor kleiner ziehen. Das Ergebnis: Die Inhalte brachen sauber um. Die Schrift passte sich an. Bilder skalierten korrekt. Buttons blieben bedienbar und die Texte waren auch sauber strukturiert – mit H1- und H2-Überschriften, logisch aufgebaut und offensichtlich bereits auf Suchmaschinen optimiert. Nicht schlecht.
Zweite Überraschung: Die Dateien hat eine KI generiert
Auf Nachfrage stellte sich heraus: Die Dateien waren nicht von einem Webdesigner erstellt worden, sondern von einer KI.
Layout, Texte, HTML-Struktur – alles automatisch generiert. Basis: eine Word-Datei.
Was KI-Tools beim Website-Erstellen heute schon gut können
Ich bin ehrlich: KI-basierte Website-Generatoren sind inzwischen erstaunlich leistungsfähig.
Sie haben Stärken
- Schneller Start
- Responsives Grundlayout
- Strukturierte Inhalte (je nach Vorgabe)
- es kostet nichts (wenn man eine Free-Version nutzt)
Sie haben Schwächen
- Austauschbare Gestaltung: KI-Seiten ähneln sich stark und man sieht, dass sie generiert wurden
- Fehlendes strategisches Konzept
- Technische Grenzen sobald es komplexer wird
- Datenschutz nicht berücksichtigt
- Installation & Wartung & Weiterentwicklung nicht vorhanden
Mein Fazit: die KI ersetzt mich noch nicht
Die Begegnung mit dieser KI-generierten Website war für mich spannend. Sie hat gezeigt, wie leistungsfähig diese Tools inzwischen sind. Klar aber ist: ohne Fachwissen wird es irgendwann schwer und auch das kann kostspielig werden.
Deshalb kann ich meinen Kunden nur empfehlen, sich beraten zu lassen, zu überlegen wo die Reise hingehen soll. Eine langfristige Betreuung und persönliche Zusammenarbeit ist viel Wert und muss auch nicht teuer sein.



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